3 Regeln für faires Bloggen

Wenn Sie folgende 3 Regeln beachten, können Sie Ärger als Blogger vermeiden.

Susan Gunelius hat auf About.com einen sehr guten Artikel über die unausgesprochenen Regeln in der Blogosphäre verfasst. Leider halten sich nicht alle Blogger an diese, eigentlich selbstverständlichen Grundsätze des fairen Miteinanders. Beim Schreiben eines Artikels sollte man immer folgende Regeln im Hinterkopf behalten:

Nenn die Quellen

Nicht jeder Artikel und jede Idee stammt aus der eigenen Feder. Wenn man einzelne Wortgruppe oder einen Satz übernimmt, sollte man in jedem Fall die entsprechende Quelle angeben. Dazu gehören in jedem Fall der Originalartikel bzw. der Name der Website und des Autors. Ein richtiger Trackback, also ein Link zur Quelle, sollte in jedem Fall innerhalb des Artikels auftauchen.

Frag nach Erlaubnis

Nutzt man mehr als eine Wortgruppe oder einen Satz, kopiert man z.B. ganze Absätze, sollte man den Autor vorher um Erlaubnis fragen. Häufig geben die Verfasser bereits Hinweise für die Nutzung der Inhalte an. Einige Autoren veröffentlichen Ihre Artikel unter Open Access oder Creative Commons. Diese Inhalte können dann, je nach Ausprägung der Lizenz frei genutzt werden, wenn die Quelle angegeben wird.

Insbesondere bei Bildern sollte man unbedingt die Nutzungsrechte beachten, wenn man nicht eine Flut von Abmahnungen in seinem Briefkasten haben möchte. Gerade Bildagenturen sind besonders ehrgeizig ihre erworbenen Rechte durchzusetzen. Da kommt mit der Abmahnung in der Regel gleich eine saftige Rechnung mit ins Haus.

Spiel fair – sei nett

Viele Blogger meinen, dass sie vollkommen frei in der Gestaltung der Inhalte sind. Grundsätzlich stimmt das natürlich, solange man sich an geltende Rechtsvorschriften hält. Wenn man seine Meinung einer breiten Masse – und das Internet ist eine sehr breite Masse – zugänglich macht, ist man natürlich dafür verantwortlich. Verleumdung, üble Nachrede, rechtsextremistische Inhalte u.a. verstoßen gegen geltendes Recht. Als Autor ist man dafür verantwortlich und kann haftbar gemacht werden. Man sollte sich also immer zweimal überlegen, ob und wie man etwas über die schlechte Qualität eines Produktes oder über das Verhalten bestimmter Personen schreibt. Bevor man sich versieht, bekommt man einen Anruf mit der Androhung einer Unterlassungsklage. Gerade bei minderjährigen Bloggern können dann schnell die Eltern für die Taten ihrer Sprösslinge verantwortlich gemacht werden.

Wenn Sie andere wichtige Spielregeln für Blogger haben, dannn hinterlassen Sie bitte einen Kommentar. Abonnieren Sie auch den Blogging Magazin News-Feed, um direkt mit den aktuellsten Informationen versorgt zu werden.


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Diskussion

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14. Juli 2008 von elexpress

Schöner Artikel. Ich kann mir vorstellen, dass er für einige noch hilfreich sein wird. Bei mir wurde ebenfalls schon öfters Content kopiert, aber solange ich zumindest einen Backlink bekommen habe war es mir noch egal.

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14. Juli 2008 von Tobias Redmann

Mit Hilfe von RSS-Feeds ist das kopieren von Content in sehr großen Mengen auch sehr einfach. Einige Blogger versuchen mittlerweile die Inhalte zu schützen. Insbesondere das Einfügen eines Lizenzvermerks oder digitalen Fingerabdrucks scheinen derzeit sinnvolle Arten des Schutzes zu sein.

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18. Juli 2008 von Alex

Hallo,

die Inhalte sollte man natürlich nicht klauen, aber wenn man auf einem interessanten Blog etwas gelesen hat, was einen inspiriert hat, kann man ruhig, eigene Erfahrungen oder Sichtweise dazu bloggen.

Manche Blogs verfassen nur News, die anderen hingegen meistens etwas eigenes, was bei einem allgemeinen Blog etwas schwieriger ist, da man soviel gar nicht selbst wissen kann:).

Bei Nischenblogs ist es doch schon einfacher, man schreibt darüber was man kann oder wie man diese oder jene Sache sieht. Dass bei allen Optionen oft ungefähr themenähnliche Inhalte auftauchen, das kommt vor, was wohl auch normal ist.

So sehe ich da. Grüsse…

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18. Juli 2008 von Tobias Redmann

Interessante Hinweise. Das Blogging Magazin ist ja ähnlich. Ich fasse englische Erfolgsartikel zusammen und reichere sie durch meine eigenen Erfahrungen an.

Blogs die allerdings ausschließlich aus kopierten Inhalten bestehen, zeigen wenig Kreativität.

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15. Dezember 2008 von colo

Bei mir wurde auch schon öfter geklaut, aber das spielt für mich eigentlich keine große Rolle. Solange man nicht kommerziell bloggt, ist es doch eigentlich auch egal, ob man „klaut“.

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15. Dezember 2008 von Tobias Redmann

Ich finde klauen von Blogbeiträgen – gerade von Privatpersonen – um damit Geld zu machen geht überhaupt nicht. Ich finde es nicht gut. Es stellt sich natürlich die berechtigte Frage, ab wann man was als klauen bezeichnen kann und muss.

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17. Dezember 2008 von Paramantus

Schön zusammengefasst. Wäre allerdings noch schöner, wenn sich wirklich alle an diese Regeln halten würden…

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